Teilplenen am Freitagmorgen, 09:00 - 10:45 Uhr

Im Anschluss an die 23 Arbeitsgruppen werden zu Querschnittsthemen fünf Teilplenen organisiert.

Teilplenum 1: Strategien für eine klimaneutrale Stadt

Wissenschaftlich ist unstrittig, dass im Jahr 2050 jeder der neun Milliarden Erdbewohner maximal zwei Tonnen CO2 produzieren „darf", damit sich die Durchschnittstemperatur auf der Welt im Mittel „nur" um zwei Grad erwärmt. Dies bedeutet für Deutschland eine ca. 80%ige Reduktion des fossilen Energieverbrauches. Einige Kommunen gehen weiter und planen die klimaneutrale Kommune. Bisher ist jedoch noch nicht deutlich geworden, dass dies eine Revolution sowohl unserer Wirtschaftsweise und unserer Konsumgewohnheiten bedeutet.

Moderation

Hans Mönninghoff, Wirtschafts- und Umweltdezernent der Landeshauptstadt Hannover

Einführung

Wohlstand ohne Wachstum?
Prof. Dr. Niko Paech, Carl von Ossietzky Universität Oldenburg

Beiträge

Die zukunftsgerechte Stadt durch selektives Wachstum und Entschleunigung
Reinhard Loske, ehemaliger Senator für Umwelt, Bau, Verkehr und Europa der Freien und Hansestadt Bremen (zum Kongress verhindert)

Die Rolle von Stadtwerken bei einer nachhaltigen Energieversorgung der Zukunft
Michael Feist, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Hannover AG

Klimaschutz aus Verbrauchersicht
Gerd Billen, Vorstand des Bundesverbands Verbraucherzentralen und Verbraucherverbände (zum Kongress verhindert)

Teilplenum 2: Arbeit für alle und Green New Deal in einer globalisierten Welt

Ist eine nachhaltige Entwicklung angesichts der Weltmarktmechanismen überhaupt realistisch? Schafft ein Green New Deal langfristig tatsächlich industrielle Arbeitsplätze in Deutschland - oder gehen diese ohnehin nach Asien? Wie sieht eine zukünftige Wirtschafts- und Beschäftigungspolitik in Deutschland unter Nachhaltigkeitskriterien aus?

Moderation

Dieter Brübach, Vorstand B.A.U.M. e.V.

Einführung

Green New Deal ist (k)ein Luxusthema für bessere Zeiten
Ralf Fücks, Vorstand Heinrich Böll Stiftung

Beiträge

Ist der Green New Deal ausreichend für eine verlässliche soziale Ordnung in Europa?
Michael Vassiliadis, Vorsitzender der IG BCE

Nachhaltiges Investment versus kurzfristigen Gewinn (PDF 90KB)
Dorothea Kerchgens, Vorstand des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre e.V.

Nachhaltigkeit - Mittelstand - Arbeitsplätze: eine Einheit
Matthias Machnig, Minister für Wirtschaft, Arbeit und Technologie des Landes Thüringen

"Beim Einkauf an die Welt von morgen denken" - mehr als nur ein Slogan
Roman Melcher, dm-drogerie markt

Teilplenum 3: Nachhaltigkeit der kommunalen Finanzpolitik

Eine bedarfsgerechte Finanzausstattung ist Voraussetzung für die politische Gestaltungsfähigkeit auf lokaler Ebene. Kommunale Haushalte müssen transparent und vollständig sein und erfordern lebendige politische Prozesse. Wird der kommunale Haushalt ausschließlich durch Pflichtausgaben definiert, verlieren Bürgerrechte an Substanz, und aktive und passive Wahlverweigerung können die Folge sein. Wie sind die Zukunftsperspektiven kommunaler Haushaltsführung?

Moderation

Dr. Matthias Woisin, Finanzbehörde Hamburg

Beiträge

Was heißt eigentlich nachhaltige kommunale Finanzpolitik? (PDF 507KB)
Prof. Dr. Gisela Färber, Deutsche Hochschule für Verwaltungswissenschaften Speyer

Großer Sumpf und viele Frösche – über das Leiden eines Stadtkämmerers (PDF 688KB)
Dr. Marc Hansmann, Stadtkämmerer der Landeshauptstadt Hannover

Das Thema aus BürgerInnensicht; Bürgerhaushalte, usw. (PDF 2630KB)
Dr. Oliver Märker, geschäftsführender Gesellschafter Zebralog GmbH & Co KG

Bundes- und landespolitische Voraussetzungen für eine nachhaltige kommunale Finanzpolitik (PDF 277KB)
Dr. Achim Truger, Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung

Teilplenum 4: Wie regieren wir die Stadt von morgen? Governance und Management kommunaler Nachhaltigkeit

Lokale Agenda21-Prozesse haben in den vergangenen zwei Jahrzehnten in zahlreichen Städten und Gemeinden die kommunalpolitische Kultur bereichert - oder zumindest herausgefordert. Parallel dazu wurden neue Steuerungsmodelle eingeführt, Nachhaltigkeitsmanagementsysteme entwickelt, Stadtentwicklungsprozesse und Beteiligungshaushalte durchgeführt.

Was ist die Essenz aus diesen Erfahrungen? In welchem Raum können neue Wege gedacht und die nötige Kreativität entfaltet werden? Wie müssen kommunale Entscheidungsprozesse gestaltet sein, um auch möglicherweise unbequeme Prioritäten setzen zu können? Führt mehr Beteiligung immer auch zu mehr Nachhaltigkeit, und wenn ja, welche Art Beteiligung?

In diesem Teilplenum wird, aufbauend auf Erkenntnissen aus der bisherigen kommunalen Nachhaltigkeitspraxis erörtert, welche kommunalpolitische Kultur und welche Steuerungsformen für die zukünftige Umsetzung von Nachhaltigkeit vor Ort erfolgversprechend sind.

Moderation

Stefan Kuhn, Director Urban Governance, ICLEI Europasekretariat

Einführung

Governance und Nachhaltigkeit
Dr. Manfred Miosga, Professor für Stadt- und Regionalentwicklung Universität Bayreuth

Beiträge

Vertikale Integration nachhaltiger Entwicklung
Dr. Klaus Reuter, Geschäftsführer der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V.

Agenda21: Dialog für Nachhaltigkeit und Integration. Erfahrungen aus dem Agenda21-Prozess
Silvia Hesse, Leiterin Agenda21-Büro der Landeshauptstadt Hannover

Strategische und auf Partizipation ausgerichtete Stadtentwicklung
Dirk Kron, cg konzept

Vorstellung des Argumentationsleitfadens zum Mehrwert von kommunalem Nachhaltigkeitsmanagement
Dr. Hannah Büttner, IFOK GmbH

Teilplenum 5: Chefsache Nachhaltigkeit – von der Strategie zur Praxis

In diesem vom Rat für Nachhaltige Entwicklung ausgerichteten Teilplenum diskutieren die Kommunalspitzen die Herausforderungen nachhaltiger Entwicklung für ihre politische Arbeit: Wie können die Kommunen ihre Anforderungen an die Bundesregierung und die EU erfolgreicher zur Geltung bringen? Wie sich national und international wirksamer in politische Debatten einbringen? Welche Bedeutung hat die Fortschreibung der Nachhaltigkeitsstrategie der Bundesregierung für die Kommunen - und welche Bedeutung muss die kommunale Praxis für die nationale Nachhaltigkeitspolitik haben? Welchen Kriterien der Zukunftsfähigkeit muss eine Kommunalpolitik genügen, die auch das Wohl kommender Generationen im Blick hat?

Moderation

Birgit Böhm, mensch und region, Hannover

Inhaltliche Koordination

Rat für Nachhaltige Entwicklung

Teilnehmende

Gabriele Dönig-Poppensieker, Oberbürgermeisterin der Stadt Filderstadt

Gudrun Heute-Bluhm, Oberbürgermeisterin der Stadt Lörrach

Thomas Kubendorff, Landrat des Kreises Steinfurt

Dr. Eckart Würzner, Oberbürgermeister der Stadt Heidelberg

Zusätzliche Informationen